Gästezimmer

Zu den kleinen Besonderheiten der Villa Vigoni gehört es, dass jedes Gästezimmer der Villa Vigoni seinen Namen trägt in Erinnerung an ein Mitglied der Familien Mylius und Vigoni oder aber an eine Persönlichkeit, die eng mit einer dieser beiden Familien verbunden war.

Detaillierte Informationen über die einzelnen Namensgeber und ihre Rolle in der Geschichte der Villa Vigoni finden Sie im Folgenden:

 

Heinrich (Enrico) Mylius (1769-1854)

Heinrich Mylius stammte aus Frankfurt am Main. Als junger Mann ging er nach Mailand, um dort die Interessen des Familienunternehmens – eines Handels- und Speditionshauses – zu vertreten. Binnen weniger Jahre etablierte er sich in der lombardischen Hauptstadt als erfolgreicher Unternehmer, auch in der Produktion von Textilwaren und im Bankwesen. Er war karitativ und mäzenatisch engagiert und stiftete einen bedeutenden Teil seines Vermögens für soziale und kulturelle Zwecke. Insbesondere die Förderung des kulturellen Austauschs zwischen Italien und Deutschland lag ihm am Herzen. Er pflegte Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit, darunter Manzoni, Goethe, Herder, Wieland, Thorvaldsen und Hayez. Im Jahr 1829 erwarb Mylius ein Landhaus in Loveno, das er mit einer wertvollen Kunstsammlung ausstattete. Sie verleiht der Villa Mylius Vigoni noch heute ihren besonderen Reiz.

Friederike Schnauss (1771-1851)

Julius (Giulio) Mylius (1800-1830)

Luigia Vitali (1809-1884)

Teresa Vigoni (1815-1888)

Giulio Vigoni (1837-1926)

Pippo Vigoni (1842-1914)

Catulla Mylius (1875-1973)

Ignazio Vigoni junior (1905-1983)

Alessandro Manzoni (1785-1873)

Gaetano Braga (1829-1907)

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Anna Richard (1851-1939)

Gaetano Besia (1791-1871)

Eduard Rüppell (1794-1884)

Giovanni Servi (1795-1885)

Antonio Kramer (1806-1853)

Gaetano Cattaneo (1771-1841)

Giuseppe Balzaretti (1801-1874)

Giovanni Boldini (1842-1931)

Massimo D’Azeglio (1798-1866)

Bertel Thorvaldsen (1770-1844)

Pompeo Marchesi (1783-1858)

Giosuè Argenti (1819-1901)

Francesco Hayez (1791-1882)

Jakob Suter (1805-1874)

Carlo Bossoli (1815-1884)

Pelagio Palagi (1775-1860)

Carl August (1757-1828)

Anna Amalia (1739-1807)

Die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach machte Weimar zur Stadt der Intellektuellen, indem sie begabte bürgerliche Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle an ihren Hof holte. Auf diese Weise lernten Friederike Schnauss, die Hofdame der Anna Amalia war, und später auch ihr Mann Heinrich Mylius bedeutende Zeitgenossen kennen, darunter Goethe und Herder, der das Paar traute, bevor es seinen gemeinsamen Wohnsitz in Italien bezog. Auch Anna Amalia unternahm übrigens eine Italienreise, wobei sie sich vor allem in Neapel und Rom aufhielt.